Unternehmen

10 Jahre hotelkit – ein kleiner Rückblick auf eine großartige Geschichte

Wir feiern 10 Jahre hotelkit. Für unseren CEO und Co-Founder Marius Donhauser der richtige Zeitpunkt, einen Blick zurückzuwerfen. Und wie jede gute Geschichte kommt auch die eines Unternehmens nicht ohne Spannung, überraschende Wendungen und besondere Persönlichkeiten aus. Marius erzählt, wie alles begann und wir nach vielen Berg- und Talfahrten dort angelangten, wo wir heute sind.

4 founders

Das Ganze könnte eigentlich wie ein klassisches Märchen beginnen: Es war einmal ein „Hoteliers-Bua“ und der hatte eine Idee…

2012 – Zimmer 404 und wie alles begann

Alle guten Dinge sind drei: Das mag zwar für so manchen zutreffen, für mich tat es das jedoch zunächst nicht. Dreimal war ich mit dem Traum gescheitert, mich während und nach meinem Wirtschaftsstudium in Innsbruck in der IT-Branche selbstständig zu machen. Meine Ideen waren sicherlich nicht schlecht, doch wohl zu unausgereift, um andere davon zu überzeugen. Scheitern gehört zum Leben dazu, kostete in diesem Fall jedoch auch Geld. Es wurde dringend Zeit, die Situation auf meinem Konto aufzubessern. Ich entschloss mich dazu, nach Salzburg zurückzukehren, um dort den Familienbetrieb „Der Salzburger Hof“ zu übernehmen.

Mich ins gemachte Nest zu setzen, war jedoch nie meine Intention gewesen. Stattdessen plante ich, dem Hotel meine eigene Note zu verleihen und da, wo notwendig, Neuerungen vorzunehmen. Dabei stellten sich die teaminterne Kommunikation und Kollaboration im Betrieb als entscheidende Hindernisse heraus: Dienstübergaben und Checklisten auf Papier, gesammelt in monströsen Ordnern und eine ständig heiß laufende Telefonleitung an der Rezeption, weil Unklarheiten mehr die Regel als die Ausnahme waren. Die vielen Informationsverluste brachten die hotelinternen Prozesse ins Stocken und verhinderten, dass die kleinsten Vorhaben leicht von der Hand gingen. Damit wollte ich mich nicht abfinden. Durchströmt vom Geist der Digitalisierung kam mir die zündende Idee: Eine Kommunikationsplattform, die alle wichtigen Informationen zentral zugänglich macht. Dies schien die Lösung für unser Problem zu sein.

Und plötzlich waren doch alle guten Dinge drei: Denn die drei befreundeten Dresdner Programmierer Hannes Hentzschel, Christian Weihermüller und Stephan Lange halfen mir dabei, das Projekt in die Tat umzusetzen. Zusammengepfercht in Zimmer 404 meines Hotels gaben wir der Software, die sich später hotelkit nennen sollte, ihr erstes Gesicht. Dann nahm plötzlich alles seinen Lauf. Die zunächst bloß für den Eigenbedarf gedachte Plattform bewährte sich im Arbeitsalltag und weckte das Interesse anderer Hoteliers. Meine Freunde aus Dresden und ich erkannten das Potential des Produkts und entschlossen uns zur Gründung der Software-Firma hotelkit. Während Stephan, Christian und Hannes sich von Dresden aus um alle technischen Angelegenheiten rund um unsere Software kümmerten, bezog ich gemeinsam mit unserer ersten Mitarbeiterin Gera Bachner ein Büro im Salzburger Techno Z.

2013 – das Jahr der ersten Male

Ich war nun also Mitbegründer und CEO einer Software-Firma. Meine Expertise als Hotelier war mein großer Wettbewerbsvorteil und ein Kompass, wenn es um die Weiterentwicklung unseres noch in den Kinderschuhen steckenden Produkts ging. Eines war deshalb für mich schon bald klar: Eine Software, die Hotel-Teams in ihrem Arbeitsalltag unterstützen sollte, musste auch dort zur Verfügung stehen, wo Hotel-Mitarbeiter*innen im Einsatz sind. Also überall im Hotel. Deshalb machten wir hotelkit auch in App-Form verfügbar, und damit über jedes Endgerät. 2013 war jedoch in vielerlei Hinsicht ein Jahr der besonderen ersten Male: Erstmals loggten sich 1.000 Nutzer*innen an einem Tag auf unserer Plattform ein. Mit den Living Hotels entschied sich darüber hinaus die erste Hotelgruppe dazu, den Arbeitsalltag ihrer Mitarbeiter*innen mit hotelkit zu verbessern. Ein besonderer Moment und großer Erfolg, einen so großen Kunden in der damals noch beschaulichen hotelkit-Familie willkommen zu heißen.

hotelkit Team 2013

2014 – ein neuer Standort in Wien

Es ging bergauf mit unserer Lösung. In der Hotellerie-Branche war hotelkit bereits angekommen, immer mehr Betriebe entschieden sich für die moderne Kommunikationsplattform. Als aufstrebender Newcomer blieben wir auch der Salzburger Wirtschaftskammer nicht verborgen und wurden mit einem WIKARUS (Salzburger Wirtschaftspreis) in der Kategorie Unternehmensgründung ausgezeichnet. Nicht nur unsere Popularität, auch unser Team wuchs. Mit einem neuen Standort in Wien schufen wir weiteren Platz für die hotelkit-Familie.

2015 – ein neues Tool und ein eigenes barcamp

Nun, da immer mehr schlaue Köpfe an hotelkit tüftelten, wurde auch die Plattform immer smarter. Ein Reparaturen Tool, das hatte dem digitalen Werkzeugkasten tatsächlich noch gefehlt: Seit 2015 tut es das nicht mehr. Reparaturen können in Hotels seitdem effizient und komfortabel abgewickelt werden. Wir bei hotelkit wollen jedoch nicht nur die effiziente Zusammenarbeit in Hotels fördern, sondern auch den innovativen Austausch innerhalb der Branche. Wir entschieden uns dazu, genau das mit dem hotelcamp ALPS zu ermöglichen. Seit 2015 gibt es das erste barcamp in den Alpen für Fachleute aus der Hotellerie, das dieses Jahr bereits zum 7. Mal stattfindet.

2016 – auf zu neuen Ufern!

2016 wurde unser kleines Märchen mit unserem zweiten Produkt medikit um ein besonderes Kapitel reicher. Meinen guten Freund Dr. Johannes Gebauer (von den meisten schlicht Hans genannt) und mich verbindet eine große Leidenschaft: das Skifahren. Während eines Skiausflugs schilderte uns Hans‘ Bruder Dr. Maximilian Gebauer, ein Zahnarzt, die Kommunikationsprobleme in seiner eigenen Praxis. Erinnert an die Herausforderungen, die wir mit hotelkit bereits für die Hotellerie lösten, entschlossen sich Hans und ich kurzerhand dazu, auch die Gesundheitsbranche mit einer digitalen Kommunikationslösung zu bereichern. Seitdem profitieren Praxen, Apotheken, Kliniken und viele andere gesundheitliche Betriebe von medikit.

In Salzburg wurde es indessen für die hotelkit-Crew ein wenig zu eng im kleinen Büro. Deshalb zogen wir in ein neues Heim in der Strubergasse 26 um. Dort konnten wir mit vollem Elan weiterarbeiten. Mit dem neuen Büro hielt auch die Leidenschaft für den Tischtennissport Einzug. Der Tischtennistisch – damals noch in einer Miniatur-Version – zählt seither zu den wohl wichtigsten Einrichtungsgegenständen bei hotelkit.

Dr. Johannes Gebauer & Marius Donhauser
Dr. Johannes Gebauer & Marius Donhauser

2017 – ausgezeichnet auf der ITB

Gerne erinnere ich mich daran zurück, als wir das erste Mal einen großen Paletten-Stand auf der ITB, einer der wichtigsten Messen der Tourismusbranche, errichteten. Dabei wurde das handwerkliche Geschick und die Kreativität, die Co-Founder Christian Weihermüller und seine Freunde bei der Konstruktion und Gestaltung unter Beweis stellten, reich belohnt: Nicht nur den Besucher*innen, auch den Veranstaltern gefiel dieser Stand, weshalb hotelkit prompt Platz 3 bei den Best Exhibitor Awards in der Kategorie Travel Technology belegte.

2018 – ein Jahr der großen Erfolge

Böse Zungen sprechen ja oft vom verflixten siebten Jahr. Für hotelkit lief es hingegen verflixt gut. Wieder wurden wir mit Preisen beehrt: Bei den Worldwide Hospitality Awards gewannen wir in der Kategorie Best Digital Innovation, beim Hotel Technology Forum in der Rubrik Growing Start-up. Das Stichwort „Growing“ ist wohl auch bezeichnend für dieses Jahr. Mit der Radisson Hotel Group kam ein prominenter Name zu unserer Familie hinzu. Heute arbeiten bereits über 200 Radisson Hotels auf der ganzen Welt mit hotelkit. Ein weiterer großer Meilenstein war die Entwicklung der Housekeeping Lösung, mit der wir unsere Collaboration Lösung durch ein Produkt für Reinigungs-Teams erweiterten.

2019 – im Sprint-Modus

Zugegeben, 2019 kamen wir alle ein wenig ins Schnaufen und hatten alle Hände voll damit zu tun, das Onboarding der vielen Neukunden abzuwickeln. Dabei vergaßen wir jedoch nicht aufs Feiern, denn Grund dafür gab es mehr als genug: Unsere Kommunikationsplattform war mittlerweile in 1.000 Betrieben auf der ganzen Welt im Einsatz. Auch unser Team war mit 65 hotelkids nicht mehr so beschaulich wie in unserer frühen Start-up-Phase. 180 Quadratmeter wurden langsam zu eng. Wir entschlossen uns deshalb zu einem neuerlichen Tapetenwechsel und bezogen eine 400 Quadratmeter umfassende Bürofläche ein paar Häuser weiter. Zu zelebrieren gab es in diesem Jahr jedoch noch mehr als die vielen neuen Kund*innen: Mit dem ersten Platz in vier Kategorien bei den Hotel Tech Awards bewiesen wir endgültig, dass wir zur internationalen Spitze in der Hoteltechnologie zählten. Diese Meisterleistung sollten wir auch im folgenden Jahr wiederholen.

1.000 Kunden Feier

2020 – Verschnaufpause

Dass auch Firmen nicht gegen Viren immun sind, hat das Jahr 2020 wohl eindrucksvoll bewiesen. Es dauerte ein wenig, bis wir diesen Stillstand akzeptieren konnte. Als uns dies aber schließlich gelang, konnten wir unser Augenmerk auf andere Dinge richten. Uns wurde klar, dass die Firma eine neue Organisationsstruktur benötigte, denn wir waren kein beschauliches Start-up mehr und ich konnte nicht in einem Unternehmen unserer Größe in jeder Abteilung involvieren und gleichzeitig meinen vielen Verpflichtungen als CEO nachkommen. Wir nutzten diese gezwungene Verschnaufpause also dazu, die Verantwortlichkeiten im Team besser aufzuteilen. Jetzt stehen mir 7 Team-Leads zur Seite, die sich um die organisatorischen Belange der verschiedenen Abteilungen kümmern. Ich hingegen kann meinen Fokus mehr auf die Weiterentwicklung des Unternehmens richten, unterstütze aber zugleich alle unsere Teams als Ideengeber und Sparring-Partner.

Natürlich verloren wir bei all der dringend notwendigen Selbstreflexion nie den Blick auf unsere Kund*innen, die eine schwere Krise miterlebten. Wie konnten wir sie mit unserer Lösung auch in dieser schwierigen Zeit bestmöglich unterstützen? Die Antwort war naheliegender, als wir glaubten: Mit hotelkit konnten die Hotel-Teams die vielen Hygienemaßnahmen einfach und praxistauglich abbilden. Auch den Teamzusammenhalt wollten wir fördern und unterstützen: Mit hotelkit Moments haben die Nutzer*innen seither auch die Möglichkeiten, Besonderheiten im und abseits des Arbeitsalltags in einem Social Stream miteinander zu teilen. Auch im Gesundheitswesen gelang es uns, auf die außergewöhnliche Situation zu reagieren und den Kund*innen eine Hilfestellung zu sein. In nur 24 Stunden entwickelten wir für die Salzburger Landeskliniken eine digitale Lösung für das Intensivbetten-Kapazitäts-Monitoring.

2021 – ein Jahr sensationellen Wachstums

Wenn ich an das vergangene Jahr 2021 denke, bin ich einfach nur stolz, auf das, was wir erreicht haben. Das hotelkit-Team wuchs noch einmal markant und zählt Status quo 100 Mitarbeiter*innen. hotelkit ist mittlerweile in mehr als 2.000 Betrieben in über 50 Ländern im Einsatz, wird von 100.000 User*innen genutzt und ist in 25 Systemsprachen verfügbar.

2022 – das Märchen geht weiter

Unglaublich, wie die Zeit verrinnt. Christian, Hannes, Stephan, ich und das Zimmer 404 – das war vor exakt 10 Jahren. Jetzt sind wir 96 hotelkids mehr, viele werden noch kommen. Ein großartiges Team, das sich einen großartigen Arbeitsplatz verdient hat: Deshalb ziehen wir im kommenden Herbst in die Rauchmühle mit einer Bürofläche von 1.500 Quadratmetern um.

Eine Lösung für mich und mein Hotel-Team im „Der Salzburger Hof“, das war die ursprüngliche Intention von hotelkit. Nun ist die Plattform in Hotels und gesundheitlichen Betrieben auf dem ganzen Globus im Einsatz. Wir schätzen uns glücklich, mit unserer Lösung einen Mehrwert für Menschen auf der ganzen Welt zu kreieren. Aber vor allem sind wir unglaublich dankbar! Dankbar für die Unterstützung unserer Kund*innen, Partner*innen und der vielen tollen Menschen, die mit uns zusammenarbeiten! Ohne sie und ihr Vertrauen wären wir nicht dort, wo wir heute sind.

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