Drohender Klimakollaps, Pandemie, der Krieg in der Ukraine – ohne wegzuleugnen, dass sich die Welt immer schon in Bewegung befand, kann doch eines festgestellt werden: Wir befinden uns in einer Zeit multipler Krisen, die in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens nach konsequentem Handeln fordern. Mit dem Green Deal hat die Europäische Union die Richtung für die kommenden Jahre und Jahrzehnte bereits vorgegeben: Bis 2050 soll die europäische Wirtschaft als erste der Welt CO2-neutral sein.

Doch nicht nur aus Umweltschutzgründen – immerhin 5 Prozent der weltweiten Emissionen sind laut dem Cambridge Institute for Sutstainability Leadership auf den Tourismus zurückzuführen – ist es für Hotels reizvoll, Energie zu sparen: Strom, Gas und Erdöl werden in Folge des militärischen Konflikts in der Ukraine und der notwendigen Besteuerung fossiler Energie immer teurer. Auch die Mentalität der Reisenden hat sich verändert: Nachhaltigkeit ist für viele zu einem entscheidenden Kriterium für die Wahl der Unterkunft geworden. Wie Hotels bereits durch kleine Veränderungen viel Energie einsparen können, präsentieren wir euch in unseren 5 Tipps:

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Energie sparen im Hotel, so geht’s:

  1. Auf LED-Beleuchtung umrüsten

    Eine einfache und zugleich höchst effektive Maßnahme, Energie im Hotel zu sparen, ist die Umstellung auf LED-Beleuchtung. Im Vergleich zu herkömmlichen Leuchtstoffröhren verbraucht diese bei vergleichbarer Leistung 90 Prozent weniger Energie. Dadurch können die Betriebskosten für die Beleuchtung um erstaunliche 70 Prozent gesenkt werden. Ebenso markant ist die Verringerung der CO2-Emissionen.

    Auf LED Glühbirnen umrüsten

  2. Nutzen intelligenter Technologie für die Klimatisierung

    Die Installation moderner Thermostate ermöglicht es den Gästen, die Temperatur in ihrem Zimmer je nach An- oder Abwesenheit selbst zu regulieren. Kostenintensiver, dafür aber ungemein energiesparend und umweltfreundlich, ist der Einbau von Luftwärmepumpen. Sie leiten Wärme von außen nach innen und umgekehrt und sorgen dadurch für wärmere und kältere Räume, ohne von fossilen Brennstoffen abhängig zu sein.

    Technologie für Klimatisierung im Hotel nutzen

  3. Geräte ausschalten und regelmäßig warten

    Was viele nicht wissen oder nur allzu oft vergessen wird: Geräte im Standby-Modus verbrauchen eine ungemeine Menge an Energie. Doch jedes Gerät nach der Nutzung auszuschalten, klappt meist nur in der Theorie. Durch die Nutzung von Steckdosen mit automatischer Abschaltung und dem entsprechenden Programm kann festgelegt werden, dass der Strom nur dann fließt, wenn die Geräte auch in Betrieb sind. Und sollten, beispielsweise in der Küche, auch einmal außerhalb der Betriebszeiten elektrische Energie benötigt werden, kann dies durch das Anbringen von Sensoren ermöglicht werden.

    Um auch die Langlebigkeit der Geräte und damit weitere Ressourcen- und Kostenschonung zu garantieren, ist regelmäßige Wartung ein Muss. Der Einsatz digitaler Kommunikationstools, die die Techniker*innen im Hotel automatisiert an die Kontrolle von Geräten erinnern und die rasche Übermittlung von Reparaturaufträgen ermöglichen, kann hier eine entscheidende Hilfestellung sein.

    Geräte im Hotel ausschalten und regelmäßig warten

  4. Wasser nicht stärker als nötig erhitzen

    60 Grad sind mehr als genug – mehr als genug, um Legionellen, also jene Bakterien, die beim Menschen unterschiedlichste Krankheitsbilder verursachen können, abzutöten. Somit muss in Küche, Wäscherei und Gästezimmern kein wärmeres Wasser durch die Leitungen fließen. Gut isolierte Rohre sowie Sprühwasserhähne können den Wärme- und damit auch den Energieverlust weiter eindämmen.

    Wasser sparen und nicht stärker als nötig erhitzen

  5. Personal und Gäste mit einbeziehen

    Inklusion führt zu Identifikation – bezieht man das Personal in die Gestaltung nachhaltiger Maßnahmen im Hotel mit ein, ist auch die Wahrscheinlichkeit ungemein höher, dass diese bereitwillig umgesetzt werden. Und auch der Gast will in der Regel seinen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit leisten, weshalb man diesen auch zu ökologischen Entscheidungen animieren sollte: Lässt man diesem beispielsweise die Wahl, ob die Zimmerreinigung stattfindet oder nicht, werden sich viele aus Liebe zur Umwelt für den Verzicht entscheiden, wenn keine Notwendigkeit besteht. Mit der Schnittstelle zwischen der Hotel Operations Platform hotelkit und dem Green Button von Xingular gibt es mittlerweile eine intelligente Lösung, mit der der Gast die Abbestellung der Zimmerreinigung digital an die Hotel-Mitarbeiter*innen kommunizieren kann.

    Personal und Gäste zum Energiesparen motivieren

Fazit

“Nachhaltigkeit beginnt nicht im Großen, sie beginnt im Kleinen.” Mit dieser Aussage des Hotel- und Gastronomieberaters Björn Grimm, den wir im November 2022 zum Interview trafen, ist auch unsere Ansicht gut zusammengefasst. Mit kleinen Schritten kann viel getan werden, um die Ressourcen des Planeten zu schonen und dabei auch noch Kosten einzusparen. Ganz bewusst haben wir hier größere Investitionen außer Acht gelassen, denn nur allzu oft verlieren wir den Blick für das Naheliegende. Will man langfristig energieautark werden, empfehlen wir abschließend den großflächigen Einsatz von Solarpaneelen. Diese liefern auch in Regionen mit wenig Sonnentagen grünen Strom, senken die Energieausgaben markant und können zudem als Gewinnquelle genutzt werden. Denn viele Versorgungsunternehmen zahlen inzwischen für überschüssigen Strom, der in das System eingespeist wird.

Übrigens, auch unsere Kollaborationsplattform hotelkit hilft dabei, Energie im Hotel zu sparen, indem sie die dafür nötigen Informationen in einem digitalen Handbuch bereitstellt, Prozesse effizienter macht und dem ganzen Team ermöglicht, sich über Ideen für mehr Nachhaltigkeit auszutauschen. Erfahre hier mehr!

Michael Santner ist Text Content Manager bei hotelkit.

Über den Autor

Michael Santner

Berichte von verarmten Dichtern während seines Studiums bewogen ihn dazu, seiner Passion an einem festen Arbeitsplatz nachzugehen. Im Marketing von hotelkit kümmert er sich darum, die Ideen seiner Kolleg*innen in spannende Geschichten zu verpacken.

Quellen: